40 Jahre einzigartige kulturelle Vielfalt

Es ist eines der weltweit erfolgreichsten Programme für den interkulturellen Austausch: 2012 feiert die UNESCO den 40. Jahrestag der Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt. In diesem Jahr wird deshalb rund um den Globus an die Bedeutung der Welterbekonvention für die kulturelle Zusammenarbeit erinnert. Auch in Deutschland sind verschiedene Veranstaltungen zum Welterbe geplant. Das Land zählt zu den weltweit 189 Staaten, die seit 1972 die Konvention unterzeichnet haben.

Auf der Welterbeliste der UNESCO stehen momentan 936 Kultur- und Naturstätten in 153 Ländern. Aus Deutschland gehörte der Aachener Dom 1978 zu den ersten zwölf Denkmälern auf der Welterbeliste. Heute finden sich insgesamt 36 deutsche Kultur- und Naturstätten auf der Liste, darunter fünf grenzüberschreitende Stätten wie das Wattenmeer oder die prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen. Die deutschen Welterbestätten spiegeln die Vielfalt des kulturellen Erbes wider – vom Wattenmeer über die Berliner Museumsinsel, die Zeche Zollverein in Essen oder die Ostsee-Hansestädte Stralsund und Wismar (Foto). Wismar Bild vergrößern Wismar (© Dr. Hans-J. Aubert)

Als herausragendes Beispiel für das kulturelle Erbe der mittelalterlichen Hanse wurden die historischen Stadtzentren von Stralsund und Wismar vor zehn Jahren in die Liste der Welterbestätten aufgenommen. Nach Stralsund lädt die deutsche UNESCO-Kommission am 21. Juni 2012 auch zum Festakt „40 Jahre UNESCO-Welterbe“, zu dem rund 500 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Bildung und Kultur erwartet werden.

2011 war Deutschland nach 14 Jahren wieder ins UNESCO-Welterbekomitee gewählt worden. Damit ist Deutschland bis 2015 in dem Gremium vertreten, das die Entscheidungen zum UNESCO-Welterbe trifft. Die 36. Tagung des UNESCO-Welterbekomitees findet vom 24. Juni bis 6. Juli 2012 in St. Petersburg statt. Deutschland hat in diesem Jahr die Kurfürstliche Sommerresidenz in Schwetzingen und das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth für die Welterbeliste nominiert.

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