Und der Gewinner ist...

Mit der Kür des Entwurfs von Stakić ist ein internationaler Wettbewerb zu Ende gegangen, der weltweit Menschen mobilisiert hat. Das Ziel: ein global gültiges Symbol für die Menschenrechte zu schaffen. Denn zwar weiß fast jeder, dass ein Herz für die Liebe steht und eine weiße Taube für den Frieden - für die Menschenrechte gab es ein solches Logo bisher aber eben noch nicht.

Predrag Stakic Bild vergrößern (© Auswärtiges Amt) Außenminister Westerwelle, der die Schirmherrschaft über den Wettbewerb hatte, nannte die Preisverleihung an den jungen Gewinner aus Serbien einen "emotionalen Moment". Die Idee sei es gewesen, ein Logo zu suchen, das in allen Ländern von Menschen verschiedener Kulturkreise und Sprachen verstanden werde. Nun sei ein Logo "von den Menschen für die Menschen" gefunden worden. 

Kernaussage der Menschenrechtscharta widerspiegeln

Der 32-Jährige Serbe Predrag Stakić lebt als freiberuflicher Grafikdesigner in Belgrad. Auf seine Idee für das Logo ist er beim Lesen der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen gekommen. Predrag Stakic Bild vergrößern (© Auswärtiges Amt) Es solle die Kernaussage der der Charta widerspiegeln: nämlich, dass die Menschenrechte die Grundlage für die Gestaltung einer künftigen Welt von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden seien. Teilen sei das Wesen menschlicher Beziehungen; jeder solle sich als Mensch frei entfalten können, sagte Stakić bei der Preisverleihung. "Free as a man" heißt daher sein Logo. Es steht von nun an jedem, der es nutzen möchte, zur Verfügung. Die weiteren Gewinner des Abends kamen aus Griechenland und Ägypten.

Weltweite Abstimmung

Guido Westerwelle Bild vergrößern (© Auswärtiges Amt) Durch eine Online-Abstimmung wurden 100 Einsendungen für eine engere Auswahl bestimmt. Aus dieser wiederum wählte eine international besetzte Jury die zehn Finalisten aus. Jury-Mitglieder waren unter anderem die Friedensnobelpreisträger Aung San Suu Kyi, Jimmy Carter, Muhammed Yunus und Shirin Ebadi, der chinesische Künstler Ai Weiwei oder der kolumbianische Musiker Juanes. Über die von der Jury ausgewählten zehn Finalisten konnten Menschen aus aller Welt bis zum 17. September unter www.humanrightslogo.net online für ihren Favoriten abstimmen. 

Vielfältige Unterstützung

Bei der Preisverleihung in New York erinnerte die Fernsehmoderatorin Ann Curry an den jungen Tunesier Mohammed Bouazizi, der zum Jahreswechsel 2010/2011 mit seiner Selbstverbrennung aus Verzweiflung die Umbrüche in der arabischen Welt mit auslöste. Bouazizis Mutter und Schwester waren bei der Kür des Gewinner-Logos als Ehrengäste mit dabei. Die Menschenrechtlerin Angelina Atyam aus Uganda sagte, Menschenrechte seien ein Bedürfnis der Menschen auf allen Kontinenten. Atyam Bild vergrößern (© Auswärtiges Amt) "Das Logo bringt die Menschen als Familie zusammen", zeigte sie sich überzeugt. Video-Grußbotschaften sandten under anderem Shrin Ebadi, Juanes, die Hochkommisarin für Menschenrechte Navanethem Pillay und Aung San Suu Kyi. Die Sängerin Jessye Norman trat live auf.

Weitere Informationen unter "humanrightslogo" bei Facebook und Twitter.

Menschenrechtslogo

Das Gewinnerlogo

Livestream der Gewinnerehrung

Ann Curry