Hintergrund zum Welttag der Humanitären Hilfe

Flagge der Vereinten Nationen Bild vergrößern Flagge der Vereinten Nationen, UNO | Verwendung weltweit (© picture-alliance.com)

Am 19. August 2003 waren 22 Mitarbeiter der Vereinten Nationen bei einem Bombenanschlag auf das Hauptquartier der Vereinten Nationen in Bagdad ums Leben gekommen. Seit 2009 wird jedes Jahr am 19.08. der Welttag der Humanitären Hilfe begangen, um internationales humanitäres Engagement und seine Prinzipien zu würdigen. Es wird dabei insbesondere der Helfer gedacht, die im Rahmen ihrer Tätigkeit weltweit ihr Leben verloren haben.

Angriffe auf humanitäre Helfer und Verstöße gegen humanitäres Völkerrecht haben im vergangenen Jahr weiter zugenommen. So wurden bei einem Fassbomben-Angriff auf eine von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen betriebenen Klinik im syrischen Al Zafarana im November 2015 sieben Menschen getötet, das Krankenhaus wurde schwer beschädigt. Im April kamen fünf Zivilschutzhelfer bei einem Luftschlag gegen des Einsatzzentrum des Zivilschutzes („White Helmets“) in der Ortschaft Al-Atarib, westlich von Aleppo, ums Leben. Am Dienstag dieser Woche wurde im Jemen ein weiteres von Ärzte ohne Grenzen unterstütztes Krankenhaus angegriffen. Mindestens 11 Menschen sind dabei getötet worden.

Innerhalb der Bundesregierung ist das Auswärtige Amt für die humanitäre Hilfe im Ausland federführend. Nach dem Grundsatz der Subsidiarität leistet die Bundesregierung dort humanitäre Hilfe, wo die Regierung des betroffenen Staates dies selbst nicht ausreichend kann oder will. Zur Bewältigung humanitärer Krisen weltweit setzt das Auswärtige Amt 2016 mehr als 1,1 Milliarden Euro ein.

Neben der humanitären Notlage in Syrien und den Nachbarländern stehen vor allem die Krisen in Irak und in der Ukraine, sowie sogenannte vergessene Krisen in Afrika wie im Kongo-Becken und in der Tschadsee-Region im Fokus.