Unsere Schwerpunkte im Einzelnen

Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Handel

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Nepal stellen eine Herausforderung in Bezug auf Armutsminderung und sozioökonomische Entwicklung dar. Ansatzpunkte für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ergeben sich insbesondere bei der Förderung von Wertschöpfungsketten und Handel sowie bei der Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen. Ziel hierbei ist, die Voraussetzungen für eine sozial ausgewogene Wirtschafts-entwicklung in Nepal zu verbessern. Als Indikator für die Zielerreichung der deutschen Entwicklungszusammen-arbeit soll in erster Linie ein Zuwachs an Beschäftigung und Einkommen für benachteiligte Gruppen in den ländlichen Projektregionen dienen. Der Mehrebenenansatz der deutsch-nepalesischen Zusammenarbeit eröffnete gute Möglichkeiten, auch in einem unsicheren politischen Umfeld durch die direkte Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Kammern und Verbänden konkrete Wirkungen zu erzielen. Darüber hinaus nimmt die Botschaft die Rolle als Gebersprecher für die Unterstützung im Handelssektor wahr. Die mit einer CIM-Fachkraft unterstützte „Nepal-German Chamber of Commerce and Industry“ (NGCCI) arbeitet zudem an einer Verbesserung des Beratungsangebotes für deutsche Unternehmen.

Erneuerbare Energien/Energieeffizienz

Die wirtschaftliche Entwicklung Nepals wird massiv durch Engpässe in der Elektrizitätsversorgung behindert. Industrie, Gewerbe und Privathaushalte leiden unter ständigen und lang andauernden Stromausfällen. Deutschland hat Nepal bei der Überwindung der Versorgungsengpässe Unterstützung zugesagt. Durch die Förderung von erneuerbaren Energien, einer verbesserten Stromübertragung und der effizienten Energienutzung leistet die deutsche Entwicklungszusammenarbeit einen Beitrag zu breitenwirksamem Wirtschaftswachstum, Armutsminderung und verbesserten Lebensbedingungen in Nepal. Besonders hervorzuheben in diesem Zusammenhang ist die Errichtung des Wasserkraftwerks Mittel-Marsyangdi (weltweit größtes Zuschussprojekt) sowie des ebenfalls aus deutschen Mitteln finanzierten Wasserkraftwerks Lower Marsyangdi, die rund ein Fünftel der derzeit produzierten Netzenergie erzeugen. Die geförderten Maßnahmen tragen direkt oder indirekt zur stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien, Erhöhung des Zugangs zu modernen Energiedienstleistungen und zu einem sinkenden Energieverbrauch bei. Außerdem leisten die Projektmaßnahmen durch die Verbreitung neuer Technologien einen Beitrag zur Ressourcenschonung und zum globalen Klimaschutz.

Gesundheit/Familienplanung

Der Gesundheitszustand der Bevölkerung in Nepal hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Dies gilt insbesondere auch für den Bereich Kinder- und Müttergesundheit sowie Familienplanung, in dem die deutsche EZ seit langem aktiv ist. Ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau, besteht aber weiterhin großer Handlungsbedarf. Im Mittelpunkt stehen dabei die Verbesserung der Qualität der Gesundheitsdienstleistungen, die nachhaltige und sozial gerechte Finanzierung von Gesundheitsdiensten sowie deren erhöhte Nutzung durch alle Bevölkerungsteile. Ein weiteres Tätigkeitsfeld bildet die Unterstützung für die Verbesserung der Situation von Drogennutzern (Methadon-Substitution, HIV- und Hepatitis-Prävention). Der deutsche Beitrag ist eng verwoben mit dem nationalen Programm zur Stärkung des nepalesischen Gesundheitssektors und den Beiträgen anderer internationaler Geber in diesem Bereich.

Unsere Schwerpunkte im Einzelnen