Kleinstprojektefonds der Botschaft

Der Kleinstprojektefonds steht für Projekte zur Verfügung, die die Lebensverhältnisse armer und ärmster sowie benachteiligter Bevölkerungsschichten verbessern und die Gleichstellung von Frauen fördern. Der Fonds wird direkt von der Deutschen Botschaft in Kathmandu verwaltet. Das oberste Ziel ist „Hilfe zur Selbsthilfe“, d.h. die Menschen werden dabei unterstützt, durch eigene Anstrengung ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Voraussetzung für Kleinstvorhaben ist, dass sie innerhalb des laufenden Haushaltsjahres begonnen und abgeschlossen werden können und zu keinen Folgekosten für die Botschaft führen. Wichtige Entscheidungskriterien bei der Prüfung der Förderungswürdigkeit eines Projekts sind ein angemessener Eigenbeitrag sowie die Mitarbeit des Projektträgers und der Betroffenen. Die Richtlinien sowie das Antragsformular finden Sie in der rechten Spalte in englischer Sprache.

Wir möchten Ihnen einige Beispiele für von der Botschaft im vergangenen Jahr geförderte Kleinstprojekte vorstellen.

Schweinezucht in Nallu

Einkommensschaffende Maßnahmen zur Sicherung der Lebensmittelversorgung

Projekt-Partner: Group of Helping Hands (SAHAS) Nepal Mit Unterstützung der deutschen Botschaft Kathmandu hat die Group of Helping Hands (SAHAS) Nepal 180 Familien in Nallu, Südlalitpur, den Zugang zu neuen Einkommensquellen erschlossen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Neue Biogas-Anlage

Regenwassersammlung, verbesserte Energieversorgung und Einkommensschaffung zur Stärkung von Frauen in ländlichen Gebieten

Projekt-Partner: Community Improvement Forum (CIF) Nepal Die deutsche Botschaft Kathmandu unterstützte das Community Improvement Forum (CIF) Nepal mit einem Betrag von 19.159,29 Euro. Mit Hilfe dieses Betrags wurden Regenwassersammelanlagen und kleine Biogas-Anlagen im Kavrepalanchowk Distrikt errichtet.

Finanziertes Equipment in der Neugeborenenintensivstation

Unterstützung zur Anschaffung von Krankenhausequipment für eine Neugeborenenintensivstation

Projektpartner: Siddhi Memorial Hospital Bhaktapur Mit einer Zuwendung i.H.v. ca. 19.500€ unterstützte die Botschaft das Siddhi Memorial Krankenhaus in Bhaktapur bei der Anschaffung verschiedener medizinischer Gerätschaften für dessen Neugeborenenintensivstation. Das Siddhi Memorial Hospital Bhaktapur bietet medizinische Dienstleistungen für Frauen und Kinder aus Bhaktapur und Umgebung an und zielt mit kostenermäßigten medizinischen Angeboten vor allem auf einkommensschwache Familien in der Region. Mit Hilfe des von der Botschaft finanzierten Equipments kann die medizinische Versorgung vor allem von zu früh geborenen Kindern weiter verbessert und die Sterblichkeitsrate von Säuglingen gesenkt werden.

Nähausbildung für bedürftige Frauen

Projektpartner: Laxmi Sewing and Training Center

Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Botschaft und in Kooperation mit dem Projektpartner Laxmi Näh- und Trainingscenter erhielten mehr als 40 arme Frauen in Kirtipur einen kostenlosen Grundkurs im Nähen und Erlernen von Schnitttechniken. Die finanzielle Unterstützung der Botschaft wurde für den Kauf von Nähmaschinen und Grundausstattungen an Nähuntensilien verwandt. Nach dem Abschluss des Training berichteten viele der Frauen von Plänen, ihre eigene Schneiderei zu eröffnen und sich selbstständig zu machen. Andere Frauen entschieden sich einen weiterführenden Kurs zu besuchen, um so den Grundstein für bessere Einkommensmöglichkeiten für sich und ihre Familie zu festigen.

Verbesserung des Lebensunterhalts von Bauern

Projektpartner: Group of Helping Hands-Nepal

In Aanboogaun im Tanahun District finanzierte die Botschaft ein Projekt der Organisation SAHAS-Nepal im Umfang von 16.000 Euro mit einkommenschaffenden Maßnahmen für Bauern, die von Subsistenzwirtschaft leben. Mit dem Ziel, diesen Bauern eine bessere Lebensgrundlage zu ermöglichen, wurden in dem Projekt Aktivitäten wie Viehzucht, Gemüseanbau, Bodenfruchtbarkeitsmanagement, aber auch Regenwassernutzung und innovative Bewässerungstechnolgien eingeführt. Die Bauern begrüßten das Erlernen der neuen Methoden mit offenen Armen und waren beigeistert, neue einkommenschaffende Maßnahmen erlernen zu können. Durch die neuerlernten Techniken können sie über die Selbstversorgung hinaus nun auch ein Einkommen erzielen.

Gesundheitsstation in entlegenem Gebiet

Projektpartner: Peshala Medical Center Foundation (PMCF)

Im Okhaldhunga District baute die Peshala Medical Center Foundation eine neue Gesundheitsstation auf, das nächste Krankenhaus liegt sechs Stunden mühsames Weges entfernt. Die in der abgeschiedenen Region gelegene Gesundheitsstation behandelte 2012 über 3500 Patienten. Von der finanziellen Unterstützung der Botschaft konnten medizinisch-technische Geräte und ein Grundstock an Medikamenten erworben sowie ein solarbetriebenes Warmwassersystem installiert werden. Das Projekt hat die lokale Gesundheitsversorgung stark verbessert.