Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Die nepalesisch-deutsche Zusammenarbeit hat eine lange Tradition: Bereits seit April 1958 be­stehen diplo­ma­tische Beziehungen, erste entwick­lungs­poli­tische Pro­jekte wurden schon 1961 durch­ge­führt. Deutsch­land hat sich in Nepal einen sehr guten Ruf er­wor­ben. Er basiert auf dem lang­fristigen Engagement der Bundes­republik und auf der Konti­nuität und Trans­parenz der deutschen Ent­wick­lungs­programme – auch während des internen bewaffneten Konflikts in den 10 Jahren nach 1996. Neben Organi­sa­tionen der staat­lichen Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit sind auch zahlreiche deutsche Nichtregierungsorganisationen vor Ort aktiv.

Deutschland gehört neben Großbritannien, Japan und den USA zu den wichtigsten bi­la­te­ralen Gebern Nepals. Nach dem Ab­schluss eines Friedens­abkommens zwischen der nepa­le­sischen Regie­rung und den maoistischen Re­bel­len im Novem­ber 2006 hat die Bundes­regierung eine Aus­wei­tung der Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Nepal be­schlossen. Damit will sie dazu bei­tragen, den Friedens­prozess zu stabi­li­sieren und die Folgen des Bürger­krieges zu über­winden. Außer­dem will sie die Armuts­be­kämpfungs­politik des Landes wirksamer unterstützen.

Für den Zeitraum 2010/2011 wurden für die Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit Mittel in Höhe von insgesamt 32,7 Millionen Euro zugesagt.

Nepal und die Bundesrepublik haben drei Schwer­punkte für ihre Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit ver­ein­bart. Sie orien­tieren sich an den Kern­problemen und den Ent­wick­lungs­poten­zialen des Landes:

- Kommunale Selbstverwaltung und Zivilgesellschaft
- Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
- Gesundheit

Neben diesen Schwerpunktbereichen unterstützt die deutsche Ent­wick­lungs­politik um­fassend den schwierigen Friedens­prozess in Nepal, unter anderem durch Be­ra­tung und Förderung des Friedens­sekre­ta­riats, des Nepal Peace Trust Fund sowie des Ministeriums für Frieden- und Wieder­aufbau. Weitere Vor­haben dienen der Re­inte­gra­tion von Ex-Kombattanten und intern Ver­triebenen sowie der Konfliktbearbeitung.

Zur Überwindung der Nahrungsmittelkrise in Nepal engagiert sich die Bundes­regierung im Bereich der Er­nährungs­sicher­heit. 2009 hat Deutsch­land dafür 2,48 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Link zu den Informationen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Kreditanstalt für Wiederaufbau

Abkommen über Finanzielle Zusammenarbeit unterzeichnet

Botschafterin Gräfin von Roedern und der Staatssekretär des nepalesischen Finanzministeriums, Herr Krishna Hari Baskota, unterzeichneten am 18.08.2011 in Kathmandu ein Abkommen über Finanzielle Zusammenarbeit (FZ) wonach die deutsche Bundesregierung dem Land Nepal über die KfW Entwicklungsbank einen nicht rückzahlbaren Kredit ihn Höhe von insgesamt 14 Millionen Euro für folgende Vorhaben gewährt:
- Programm zur Förderung des Energieeffizienz und Erneuerbarer Energien,
- Unterstützung des laufenden Nepal Gesundheitssektorpgramms,
- weiterer Beitrag zum Friedensprozess durch zusätzliche Mittel für den „Nepal Peace Trust Fund“.

Seit dem Beginn der FZ vor fast 50 Jahren hat die Bundesregierung aus dem Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die KfW Nepal etwa 528 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Informationen der KfW Entwicklungsbank zur FZ mit Nepal

Gespräch mit Frauen in einer neu errichteten Polizeistation in Melamchi

Wiederaufbau in frühreren Konfliktregionen

Am 11. und 12. Juli besuchte Botschafterin Gräfin von Roedern von der GIZ aus BMZ-Mitteln unterstützte Projekte des Nepal Peace Trust Funds in Chautara und Sindhupalchowk.

Zusammen mit Vertretern anderer Botschaften und internationaler Organisationen besichtigte sie zunächst ein Projekt zum Wiederaufbau von Polizeistationen im Sindhupalchowk Distrikt. Ziel ist, durch den Wiederaufbau von insgesamt 100 in der Konfliktzeit zerstörten Polizeistationen effektive Polizeiarbeit zu unterstützen und die örtliche Sicherheitslage zu verbessern. Die Integration von Frauen in den Polizeidienst soll außerdem durch die Schaffung der nötigen Räumlichkeiten erleichtert werden.

Weitere Projekte versuchen, die Ausbildung von jungen Juristen zu fördern und bieten Unterstützung für Opfer des bewaffneten internen Konfliktes und für ihre Familien.

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit Deutschland-Nepal

Bundeswehrspende für das Kirtipur Community Hospital

von links nach rechts: Dr. Arne Drews (Vorsitzender Nepalmed e.V.), Botschafter Frank Meyke, Dr. Bharat Pradhan (Chefarzt Kirtipur Community Hospital)

Die Deutsche Bundeswehr hat dem Kirtipur Community Hospital dringend benötigte medizinische Instrumente gespendet, die am 22.10.2012 in Anwesenheit des Deutschen Botschafters in Nepal, Frank Meyke, offiziell übergeben wurden.

Förderung von Kleinstprojekten

Wir möchten Ihnen einige Beispiele für von der Botschaft im vergangenen Jahr geförderten Kleinstprojekte vorstellen. Der Kleinstprojektefonds ermöglicht es, kurzfristig und unkompliziert lokale Organisationen bei der Umsetzung ihrer Projekte zu unterstützen.

Einfuhr von Spendengütern nach Nepal

Hier erhalten Sie Informationen zur zollfreien Einfuhr von Spendengütern nach Nepal.

Der ferne Westen Nepals rückt näher

Auf einer Dienstreise im Mai 2011 lernte Botschafterin Gräfin von Roedern die Situation der Menschen in dem abgelegenen Distrikt Bajhang im Westen von Nepal kennen, sie besuchte ein Vorhaben der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Mehr zu diesem Thema (Website der GIZ)